Mitmach-Kino

Drei Kurzfilme, überraschende Verwandlungen und jede Menge Fantasie: Im Kindergarten 1 wurde Kino zum Erlebnis für alle Sinne!

Gemeinsam mit Steffi, die als Filmvermittlerin das Projekt Cinemini in den Kindergarten 1 brachte, tauchten die Kinder am 22. Oktober in die Welt dreier besonderer Kurzfilme ein. Die Kinder waren aufmerksam, neugierig und mit vollem Einsatz dabei.

«Wer war schon einmal in einem Kino?», fragte Steffi zu Beginn. Erstaunlich viele Kinder streckten und erzählten von ihren Erlebnissen. Ein Mädchen berichtete sogar von einem 4D-Kino, in dem die Sitze vibrierten und Wind aufkam. Doch wie kommt ein Film überhaupt auf die Leinwand? Auch darüber wurde gemeinsam nachgedacht: Es braucht Licht, einen Beamer, viele Bilder, die schnell hintereinander gezeigt werden, und Lautsprecher für den Ton.

Bevor es richtig losging, stand Kinogymnastik auf dem Programm. Hände reiben, Augen wärmen und Ohren massieren – so wurden alle Sinne auf das Filmerlebnis vorbereitet.

Die drei Kurzfilme drehten sich um das Thema «Verwandlung» und zeigten, wie aus etwas Bekanntem plötzlich etwas ganz Neues entstehen kann.

Im ersten Film, «Retouche», verwandelte sich eine grosse Welle in einen kleinen Stecken, anschliessend in einen Scheibenwischer, usw. Die Kinder schauten genau hin und stellten die überraschenden Verwandlungen danach pantomimisch nach.

Im zweiten Film waren Künstlerinnen und Künstler in Paris unterwegs. Sie sammelten weggeworfene Gegenstände und gestalteten daraus fantasievolle Figuren. Das liess sich wunderbar selbst ausprobieren: Aus mitgebrachten Dingen kreierten die Kinder eigene Figuren. Dabei zeigte sich, dass man mit etwas Fantasie selbst in scheinbar wertlosen Gegenständen etwas Besonderes entdecken kann.

Der dritte Film stammte aus dem asiatischen Raum und war ganz ohne Ton. Ein Mädchen verwandelte sich darin immer wieder. Nun waren die Kinder gefragt: Sie erfanden selbst passende Geräusche und hauchten dem stummen Film ihre eigene Klangwelt ein.

Cinemini ist mehr als blosses Filmschauen. Die kurzen Filme aus aller Welt kommen ohne gesprochene Sprache aus und laden dazu ein, Bilder auf eigene Weise zu entdecken. Dazwischen wird gespielt, bewegt, gestaltet und ausprobiert. So können alle Kinder mitmachen und ihre eigenen Ideen einbringen.

Die Kinozeit zeigte eindrücklich, wie viel Fantasie in den Kindern steckt – und dass es manchmal nur einen kleinen Anstoss braucht, um aus einem gewöhnlichen Gegenstand etwas ganz Neues zu machen.

Fabiola Michel
Oktober 2026

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